•  
  • Seite 1

  • >

Das Projekt ‹Garten für den Weltgeist› entstand aus dem Anliegen, auf die Bedeutung der verschieden Formen des Weltdenkens für die eigene kulturelle Selbstbestimmung aufmerksam zu machen und ein Bewußtsein für den Wert der verschiedenen Kulturen zu schaffen.




Entstanden ist das Projekt ‹Garten für den Weltgeist› aus der Überlegung einer Skulpturinstallation mit Schwarzspiegel in einem Park. Die konzeptionelle Idee der Schwarzspiegel-Skulptur selbst entstand aus philosophischen Überlegungen zu Fragen des Geistes und seinem Verhältnis zu Welt und Materie. Anlass dafür war die Initiative für ein temporäres künstlerisches Projekt vor der Martinskirche in Memmingen 2006. Ich sah dies damals als Gelegenheit, mich mit René Descartes Begründung rationaler Erkenntnis auseinanderzusetzen, im Besonderen mit seiner Idee des cogito ergo sum (ich denke also bin ich), da ihm diese Begründungsidee für das wissenschaftliche Denken in einer kalten Novembernacht 1619/20 bei Ulm kam. Mit Descartes begann die Aufwertung der wissenschaftlichen Vernunft und des rationalen Verstandes gegenüber der Vorherrschaft des dogmatisch-religiösen Denkens. Seine Person markiert in der Geistesgeschichte einen Wendepunkt in der westlichen Kultur, welches unser Selbst- und Weltverständnis nachhaltig geprägt hat.